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Deutscher Kinobestand auf Wachstumskurs

28.05.2015, 0 KOMMENTARE

Blickpunkt Film

Nachdem 2014 erstmals seit vielen Jahren die Zahl der deutschen Leinwände wieder gewachsen war, hat sich die positive Entwicklung im ersten Quartal 2015 verstetigt. Nach aktuellen FFA-Zahlen, die Frank Völkert in Baden-Baden präsentierte, nahm zuletzt auch die Zahl der Kinostandorte wieder zu. Zwischen dem Jahreswechsel und Ende März erhöhte sich die Zahl der Standorte um neun, von 883 auf 892. Der Leinwandbestand wuchs im selben Zeitraum um 20 auf zuletzt 4657. "Die kulturelle Versteppung in der Fläche ist damit erst einmal aufgehalten", kommentierte Völkert die Entwicklung, trotzdem müsse man weitere Anstrengungen unternehmen, um der drohenden Marginalisierung der Marke Kino entgegenzuwirken. Ausschlaggebend für die zuletzt positive Entwicklung sind nach Ansicht von Völkert die (mit aktuell 4593 umgerüsteten Leinwänden praktisch abgeschlossene) Digitalisierung der deutschen Kinolandschaft und die damit verbundenen neuen programmatischen Möglichkeiten.

Positives gab es erwartungsgemäß auch von der geschäftlichen Entwicklung im Gesamtmarkt zu berichten. Auch wenn sich das Wachstum gegenüber dem Vorjahr im März mit Plus acht Prozent bei den Besuchern und Plus fünf Prozent beim Umsatz etwas verlangsamte, konnte die Branche das erste Quartal mit einem Zuwachs von stolzen 19 Prozent bei Ticketverkäufen und Umsätzen abschließen. Erfreulich auch der deutsche Marktanteil, der zwar nicht den Fabelwert aus dem ersten Quartal 2014 erreichte, mit 33,7 Prozent nach Besuchern aber erneut enorm stark ausfiel.

Rückblickend auf 2014 nannte Völkert erstmals auch eine Zahl, die keinen Eingang in die von Rentrak oder der FFA ausgewiesene Gesamtbilanz findet: So wurden im vergangenen Jahr rund zehn Mio. Euro mit alternativem Content umgesetzt, auf den etwa 900.000 Besucher entfielen. Wie viel Luft hier nach oben sein könnte, zeigt ein Blick nach Großbritannien, wo Experten damit rechnen, dass in diesem Jahr 40 Mio. Pfund mit diesen Angeboten umgesetzt werden könnten. Die Werbeerlöse lagen 2014 bei knapp 100 Mio. Euro, mit Concessions wurden 448 Mio. umgesetzt, zwei Prozent weniger als noch 2013. 3D-Filme verloren 2014 deutlich an Popularität, so wurden mit 24 Mio. Besuchern rund 14 Prozent weniger 3D-Tickets verkauft als im Vorjahr.

Fortgesetzt hat sich indes leider der Negativtrend bei den jungen Zielgruppen - ein Problem, das bei der direkt anschließenden Vorstellung erster Resultate der GfK-Studie sehr kontrovers diskutiert wurde.

Quelle: Blickpunkt Film
Bildquelle: Pixabay

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